TCM

Tea and tea set
Oriental Medicine
Statue Bouddha
Green tea in a traditional cup

Philosophie

Die Heilkunst der chinesischen Medizin lässt sich über mehr als 2000 Jahre zurückverfolgen. Sie entwickelte sich aus jahrelanger Beobachtung der Natur und der Kreisläufe des Lebens.

Ihre Theorien basieren auf dem Konzept von Yin und Yang. Yin und Yang sind untrennbar miteinander verbunden, bringen sich gegenseitig hervor und gehen ineinander über. Die Lebensenergie (Qi) zirkuliert in bestimmten Leitbahnen, den Meridianen, durch unseren gesamten Körper. Fließt das Qi gleichmäßig und in ausreichender Menge, sind Yin und Yang im Gleichgewicht.

Wird der freie Fluss gestört, entsteht ein Ungleichgewicht und Krankheiten können durch „äußere pathogene Faktoren“ wie Wind, Kälte, Hitze, Feuer, Feuchtigkeit und Trockenheit entstehen. Trauer, Wut, Ärger, Sorgen und Angst zählen zu den „inneren pathogenen Faktoren“ und können die Balance zwischen Yin und Yang ebenfalls beeinträchtigen.

Ziel der TCM-Behandlung ist es die Ordnung und die Harmonie von Yin und Yang wieder herzustellen, um so die Selbstheilungskräfte des Köpers zu aktivieren.

Körper, Geist und Seele sind aus chinesischer Sicht untrennbar miteinander verbun
den. Ganz selbstverständlich sind somit bei jedem Krankheitsbild diese drei Aspekte des Menschen integriert und werden in die Behandlung miteinbezogen.

Diese über jahrtausende gesammelten Erfahrungen der chinesischen Medizin werden ständig weiterentwickelt, um Krankheiten zu lindern, zu heilen und auch vorzubeugen.

Alle Behandlungsmethoden der chinesischen Medizin haben das Ziel, den Fluss des Qi zu harmonisieren und Yin und Yang wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Diagnostik

Anamnese

PraxisZu Beginn einer jeden Behandlung steht eine ausführliche Befragung. Dies sind Fragen über Schmerzsymptome, Appetit, Durst, Ernährung, Medikamente, Schlafprobleme, Schwitzen, Konzentration usw.

Diese Fragen zu Ihrer Person sind wichtig, um die Ursachen und das Muster die hinter einer Erkrankung liegen, zu erkennen. In Verbindung mit der Zungendiagnose, Pulsdiagnose und einer ausführlichen körperlichen Untersuchung wird ein individueller Therapieplan erstellt.


Zungen-Diagnose

Sie gehört zu den wichtigsten Diagnoseverfahren der chinesischen Medizin. Die Zungendiagnostik gibt wichtige Hinweise auf Krankheitssyndrome, pathogene Faktoren, Krankheitsverlauf und Prognose, da sie über Meridiane und Netzgefäße mit den Organen verbunden ist. Beurteilt werden das Aussehen der Zunge, ihre Form, Farbe und ihr Belag.


Puls-Diagnose

Sie ist ebenfalls ein wichtiges Element in der Diagnoseerstellung. Die Pulse geben Auskunft über die Menge und Qualität des Qi in den Meridianen und den zugeordneten Organen. Getastet werden die Pulse an beiden Handgelenken (Arteria radialis) an je drei Stellen, über drei Ebenen. Dabei wird die Qualität, Gleichmäßigkeit, Geschwindigkeit, Tiefe, Kraft und Frequenz bewertet.